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Alt-Texte schreiben, die funktionieren — für Screenreader und für SEO

5. Juni 2026

Kurze Antwort. Ein guter Alt-Text beschreibt in wenigen Worten, was auf einem Bild zu sehen ist und warum es da ist. Das macht Ihre Produktfotos lesbar für Menschen, die einen Screenreader nutzen — und es hilft Google und KI, Ihre Bilder zu verstehen. Ein kleiner Satz, doppelter Gewinn. Dekorative Bilder erhalten einen leeren Alt-Text (alt=""); informative Bilder eine kurze, konkrete Beschreibung.

Was ist ein Alt-Text eigentlich?

Der Alt-Text (das alt-Attribut) ist die textliche Beschreibung eines Bildes in Ihrem HTML. Ein Screenreader liest ihn vor, wenn ein blinder oder sehbehinderter Besucher am Bild vorbeikommt. Steht kein Alt-Text da, hört dieser Besucher nur "Bild" — oder schlimmer, einen unlesbaren Dateinamen wie IMG_48392_final.jpg. Bei einem Produktfoto springt so eine Kundin direkt ab, oft genau beim Checkout.

Wie schreiben Sie einen guten Alt-Text?

Drei einfache Regeln, und Sie liegen richtig:

  1. Beschreiben Sie das Produkt, nicht die Stimmung. Beginnen Sie mit der sachlichen Beschreibung und lassen Sie "Foto von …" oder "Bild von …" weg — der Screenreader kündigt das Bild bereits an.
  2. Unterscheiden Sie informativ von dekorativ. Ein Produktfoto, Diagramm oder Banner erhält eine kurze Beschreibung. Eine Zierlinie oder Hintergrundform erhält einen leeren Alt-Text (alt=""), damit der Screenreader sie überspringt — ruhiger für den Nutzer.
  3. Stopfen Sie keine Keywords hinein. Schreiben Sie für den Menschen; Suchmaschinen erkennen 2026 vollgestopfte Alt-Texte als Spam und bestrafen das. Natürliche Sprache gewinnt, sowohl für den Besucher als auch für den Algorithmus.

Von schwach zu stark, am Beispiel einer ledernen Damenhandtasche:

  • Schlecht: alt="schöne Tasche" — subjektiv und vage.
  • Mittelmäßig: alt="Bild einer Tasche" — überflüssiges "Bild von", kein Detail.
  • Gut: alt="Braune lederne Damenhandtasche mit verstellbarem Schultergurt" — konkret und brauchbar.

Ein Praxisbeispiel: ein Sack Hundefutter

Alt-TextWas Kunde und Google erleben
Kein Alt-TextScreenreader liest den Dateinamen vor; Google verfehlt den Kontext.
alt="Produkt"Zu vage — der Kunde weiß immer noch nicht, was es ist.
alt="Sack Trockenfutter für ausgewachsene Hunde, 12 kg, mit Huhn"Der blinde Kunde weiß genau, was er kauft; Google indexiert die Seite korrekt.

Wo setzen Sie Alt-Texte in Ihrem Onlineshop ein?

In den meisten Plattformen müssen Sie nicht in den Code eintauchen; es gibt ein eingebautes Feld:

  • Shopify: Produkt → Medien → "Alt-Text bearbeiten".
  • WooCommerce / WordPress: Medien → auf das Bild klicken → Feld "Alternativtext".

Prioritäten-Tipp: Beginnen Sie nicht mit all Ihren Tausenden Produktseiten. Nehmen Sie sich zuerst Ihre Startseiten-Banner, Ihre Navigations-Icons und Ihre Top 10 der meistverkauften Produkte vor — dort ist die Wirkung auf Ihre Conversion am größten. Das ist übrigens einer der 10 häufigsten Barrierefreiheitsfehler, die Chance ist also groß, dass Sie hier etwas zu gewinnen haben.

Erscheinen Ihre Produkte dann auch in KI-Suchergebnissen?

Ja — und das ist der Bonus. Weil Google und KI-Engines (wie ChatGPT und Perplexity) Bilder nicht "sehen" können, stützen sie sich vollständig auf den Text drumherum. Fragt ein Verbraucher eine KI-Engine "was ist das beste Trockenfutter mit Huhn für meinen Hund?", dann sucht diese nach Quellen, die das Produkt sachlich beschreiben. Gute Alt-Texte vergrößern also Ihre Chance, in der Bildersuche und in KI- Antworten zu erscheinen. Es ist dasselbe Prinzip wie bei Barrierefreiheit = SEO: dieselbe Korrektur, doppelter Gewinn.

Sehen Sie, wo Alt-Texte fehlen

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